Fahrt gewinnen….

27 April, 2008

Nun habe ich sehr lang nichts mehr geschrieben. Ich habe einige Ideen, die ich schon eine ganze Weile mit mir herumtrage, aber sie sind noch nicht herausgekommen.

Das Problem ist, dass es immer schwieriger wird, Leichtgewichtiges zu schreiben, je länger die Pause ist.
Jetzt habe ich mit einer Reflexion begonnen, jetzt kann das Schreiben auch kleinerer Einträge weitergehen 🙂


Lernplattform und Datenschutz

27 Februar, 2008

Eine Pressemitteilung der Datenschutzbeauftragten niedersächsischer Hochschulen hat mich wieder einmal nachdenklich gemacht. Dort wird zurecht moniert, dass die personenbezogenen Daten teils rechtswidrig zu lange gespeichert werden.

Hier wird wieder einmal das Spannungsfeld von Datenschutz und Dauerhaftigkeit deutlich. Wenn ich in Richtung einer Personal Learning Environment (PLE) gehen möchte, die dem Lerner idealerweise ein Leben lang verfügbar ist, auf der anderen Seite aber sämtliche Daten löschen muss, die während eines Kurses angefallen sind, habe ich ein Problem, oder?

Wie lässt sich das vereinbaren?

Die einzige Idee, die ich im Moment habe wäre eine PLE, die komplett in der Hand des Lerners ist (bzw. von diesem zu einem Anbieter delegiert wurde) und er somit die Kontrolle über die Daten behält. Diese PLEs können während eines Kurses zusammengeschaltet werden und bilden die Lernumgebung des jeweiligen Kurses.

So weit die Theorie. Im Detail gibt es dann aber viele Fragen. Müssen die Daten redundant in jeder PLE gehalten werden? Gibt es das Wiki und die hochgeladenen Dateien des Kurses dann nicht nur ein mal, sondern auf jeder beteiligten PLE?


Diplomarbeit abgegeben

9 Februar, 2008

Es ist vollbracht: Die Arbeit ist abgegeben. Dieses Blog habe ich im Endeffekt doch recht wenig genutzt, in einigen Punkten war es aber trotzdem eine Hilfe und vereinzelte Kommentare habe ich ja auch bekommen 😉
Ich werde noch meine komplette Literaturliste posten, vielleicht hilft sie ja dem einen oder der anderen. Ein paar Beiträge habe ich auch noch seit längerem geplant, vielleicht komme ich ja jetzt dazu. Mal sehen, wohin sich dieses Blog entwickelt.


Lehrer haften für ihre Schüler?

28 Juni, 2007

Die rigorosen und sehr restriktiven und einschränkenden Urteile des Hamburger Landgerichts gegenüber Betreibern von Web2.0 Plattformen sind ja in der Blogosphäre viel kommentiert worden.

Was aber bedeuten die Urteile für das E-Learning in Bildungseinrichtungen? Wenn ein Teilnehmer einen anderen verunglimpft, und sei es in der Hitze der Diskussion, ist der Betreiber, also der Anbietende der Lehrveranstaltung für die Äußerung haftbar? Das wäre eine sehr krasse Konsequenz und könnte grobe Auswirkungen auf das Anbieten von solchen Portalen haben. Also nicht nur „freie“ Portale im Internet wären betroffen, sondern auch zu Bildungszwecken eingesetzte Lernumgebungen. Ganz abgesehen davon, dass es unsinnig wäre, da für in Seminaren getroffene Aussagen (meines Wissens) die Veranstalter nicht belangt werden können.

Oder liege ich mit meiner Einschätzung falsch, weil es quasi geschlossene Veranstaltungen sind o.ä.? Da fehlt mir das Fachwissen.

Zum Glück ist die Rechtsprechung außerhalb des LG Hamburg deutlich realistischer und das LG Hamburg steht mehr und mehr isoliert da.


Social Literatursharing

27 Juni, 2007

furchtbarer Titel, nicht wahr? 😉

Via Baumgartner bin ich auf das Tool CiteULike gestoßen, über das man die eigene Literatur per BibTex-Import online stellen kann und wie bei furl sehen kann, wer noch dieselbe Quelle angegeben hat. Darüber kann man die Literaturquellen des anderen durchstöbern und so noch so manchen Schatz bergen.

Ich werde es mal ausprobieren und habe meine komplette Literaturliste online gestellt. Mal schaun was passiert. Hat schon jemand Erfahrungen mit CiteULike?


Web2.0 in der Hochschule

27 Juni, 2007

Auch wenns langsam langweilig wird, weil alle drüber berichten… Noch druckfrisch hier der Bericht von Franklin und van Harmelen vom 28.5.2007 zu Web2.0 in der Hochschule. Kritisch setzt sich Peter Baumgartner mit Social Software im Hochschulbereich auseinander.

via Deutscher Bildungsserver hier und hier


Bedeutung von E-Learning für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

27 Juni, 2007

Ein Freund von mir hat mir eine Email geschickt mit der Bitte um Stellungnahme und Literaturtipps. Es ging um einen Text, der sich mit E-Learning und „environmental education“ befasst. Environmental Education ist im englischen Sprachgebrauch nicht sehr gut umrissen und es werden teilweise Bildungskonzepte, die versuchen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) zu sein, auch so benannt. Hier war es in einem weiteren Kontext gemeint.
Dazu habe ich ihm eine Mail zurückgeschrieben, die ich hier posten möchte, weil ich gern dazu Kommentare hätte.

———- schnipp —————
Moin,

die wenigen Publikationen, die angeben, E-Learning mit BNE zu verknüpfen, sind meist sehr ausschweifend und nichtssagend. Es werden einige Allgemeinplätze zu E-Learning gebracht (die zwar korrekt, aber nicht sonderlich besonders sind), um danach ob der vermeintlichen oder tatsächlichen Vorteile von E-Learning zusammenhangslos auf BNE zu verweisen.

Literatur zur echten Verknüpfung von E-Learning und BNE habe ich nicht wirklich gefunden, auch wenn ich sie bitter gebraucht hätte. Im Prinzip versuche ich in meiner Diplomarbeit genau diesen Zusammenhang zu prüfen.

Ziemlich gut zum Thema E-Learning ist das Buch
Haake, Jörg; Schwabe, Gerhard & Wessner, Martin (2004): CSCL-Kompendium: Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Lernen. München u.a.

Da kommen so ziemlich alle wesentlichen Aspekte drin vor. Die Brücke zu BNE kann darüber geschlagen werden, dass dem CSCL (also computer supported collaborative learning) eine sehr ähnliche konstruktivistische Lernsicht zu Grunde liegt wie bei der BNE. Aber CSCL ist nicht alles, was E-Learning genannt wird.

———– schnipp ————-

So weit die Mailantwort. Ist natürlich zugespitzt, aber ich stehe trotzdem dazu. Kennt irgend jemand Literatur, die versucht, diese Brücke zu schlagen?